Der Stuhl und seine Geschichte

verschiedene Stühle

Der Stuhl ist für uns so selbstverständlich wie atmen. Selten fragen wir uns, woher der Stuhl eigentlich kommt und wer ihn erschaffen hat. Dabei ist besonders dieses Möbelstück so essentiell für unseren Alltag. Begleiten Sie uns auf eine kleine Reise durch die Entstehungsgeschichte des Stuhls.

Der Stuhl – eine Möbelbiografie

Im Schnitt sitzt der Mensch ganze 50 bis 70% seines Lebens auf Stühlen, Sesseln, Sofas und Co. Dies hat zum einen damit zu tun, dass wir heutzutage nicht mehr, wie noch vor 100 Jahren, eifrig auf dem Feld, in der Werkstatt oder der Schmiede arbeiten, sondern meist doch an unserem Schreibtisch vor unserem Computer. Aber vielleicht hat auch die Evolution des Stuhles an sich einen großen Teil dazu beigetragen, dass wir Zweibeiner der Moderne so viel sitzen wie noch nie. Aber wer ist dafür verantwortlich? Wer hat den Stuhl erfunden und wie wurde aus dem ersten Stuhl quasi ein Einrichtungs-Basic, wie das, welches in kaum einer Wohnung fehlt?

Der moderne Stuhl und seine Entstehungsgeschichte.

Die ersten Schritte machte der Stuhl als Sitzgelegenheit für herrschaftliche Gesäße. Stühle waren nur den einflussreichsten Männern vorbehalten. Dabei reden wir natürlich nicht von einem herkömmlichen Klappstuhl wie auf Ihrer Terrasse, wir reden von einem königlichen Thron, der in keinem gutbetuchten Herrenhaus fehlen durfte. Durch den Thron, der in seinen Anfängen allerdings eher zweckmäßig als dekorativ und prunkvoll war, konnte der Herrscher seine Untertanen auch im Sitzen überragen und wirkte so stets erhaben und machtvoll. Selbst die Königin, Prinzen und Prinzessinnen mussten stehen, während der royale Papa es sich gemütlich machen durfte.

Im 16ten Jahrhundert jedoch gelang dem Thron ein Wandel vom Machtsymbol zum Stuhl für das Esszimmer. Oder Saal? Obwohl der Stuhl nicht mehr länger nur Königen vorbehalten war, konnten sich doch wenige Menschen diesen Sitzkomfort leisten. Stühle standen immer noch primär in den Häusern der besser betuchten Männer. Die Familie musste zum Abendessen weiterhin auf Hockern Platz nehmen. Den Chefsessel gab es eben schon immer irgendwie.

Mit dem Barock mauserte der Stuhl sich erneut und bekam, wie nahezu alles in dieser Epoche, ein sinnlicheres Design und damit auch mehr Komfort. Die ersten gepolsterten Stühle wurden hergestellt und an den Mann gebracht. Einer der wohl namhaftesten Möbeldesigner dieser Art Stühle war der immer noch weltbekannte Robert Chippendale. Der Urvater des Stuhls, wie wir ihn heute kennen, ist also ein, wie könnte es anders sein, Brite.

Aber erst im 19ten Jahrhundert gelang dem Stuhl der Einzug in die Häuser der gewöhnlichen Bürger. Der Biedermeier-Stuhl zeichnete sich vor allem durch seine edlen Hölzer, die schmalen Beine und leicht schwingende Rückenlehne aus.

Der Freischwinger – schwingende Gemütlichkeit.

Seit Anfang des 20sten Jahrhunderts kann unser Stuhl schwingen. Dies dank des Architekten-Duos Ludwig Mies van der Rohe und Marcel Breuer. Die Architekten nahmen dem Stuhl einfach die typischen vier Beine und ersetzten Sie durch ein gebogenes Rohr aus Stahl. Der weltbekannte Freischwinger war geboren!

Besonders in den 30er Jahren war der Freischwinger der letzte Schrei. Jeder wollte Ihn, jeder hatte ihn. Ohne konnte man sich in den 30er Jahren nicht als moderner Mensch bezeichnen.

Mid-century modern – Design aus den USA.

In den 40er und 50er Jahren erschufen die US-Amerikaner Ihren ganz eigenen Einrichtungsstil, um sich von den Designern und Innenarchitekten auf der anderen Seite des großen Teichs abzugrenzen. Die Brüder Charles und Ray Eames gehörten zu den Designern, die maßgeblich an diesem Schaffen beteiligt waren. Sie erschufen den „Organic Chair“, einen Stuhl, der aus einer Kunststoffschale besteht und durch die extrem preiswerte Produktion für nahezu jeden erwerbbar war.

Global Lugo – der Relaxsessel, eine Erfindung des 21sten Jahrhunderts.

Natürlich ging die Entwicklung des Stuhls weiter voran. Im 21sten Jahrhundert legt man eben die Maßstäbe an Komfort und Funktionalität nach ganz weit oben. Aus einem einfachen Stuhl wird daher eine kleine Entspannungsinsel. Der Relaxsessel ist noch immer das absolute Must-have für alle, die Komfort lieben. Per Knopfdruck lässt sich der Relaxsessel motorisch in jede x-beliebige Position verstellen.

Kaffeehaus-Stühle – die Entwicklung von Nr. 14.

1850 entwickelten die Brüder Thonet im schönen Österreich eine Methode, um massives Holz zu biegen. Mit dieser neuen Technik konnten sie die ersten klassischen Kaffee-Hausstühle mit der Bezeichnung „Nr. 14“ fertigen. Auch heute noch zählt der Kaffeehaus-Stuhl zu den meist verkauften Stühlen der Welt. Sein Design ist einfach funktional, zeitlos und mit jedem Einrichtungsstil vereinbar.

Wie sitzt man denn nun am besten?

Am besten sitzt man in der sogenannten „Herz-Waagen-Position„. Sie wissen nicht, was das ist? Wir erklären es Ihnen gerne. Stellen Sie Ihren Relaxsessel so ein, dass Ihre Knie höher liegen als Ihr Herz. Etwa in einem 127-Grad-Winkel. Beine und Oberkörper müssten sich so auf etwa derselben Höhe befinden. Durch diese Stellung wird die Wirbelsäule optimal entlastet und die Blutzirkulation gestärkt. Viele Relaxsessel haben die „Herz-Waagen-Position“ bereits als Funktion mit eingebaut.

Relaxsessel für Henstedt-Ulzburg, Norderstedt, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Barmstedt.

Testen Sie die „Herz-Waagen-Position“ am besten einfach mal selbst aus und lassen Sie sich am eigenen Leib vom Komfort unserer Relaxsessel überzeugen. Die HESEBECK HOME COMPANY lädt Sie herzlich ein. Besuchen Sie uns in unserem Einrichtungshaus in der Gutenbergstraße 1, 24558 Henstedt-Ulzburg und lassen Sie sich von unserer vielfältigen Möbelwelt entzücken.