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Lampen und Leuchten – Wie viel Licht brauche ich im Zimmer?

Wenn wir erst im Büro merken, dass unser linker Socken blau, der Rechte aber schwarz ist, dann ist das ein Hinweis auf unzureichende Beleuchtung im Schlaf- oder Ankleidezimmer. Wie also setze ich meine Wohnung ins rechte Licht? Und ist mehr Licht immer besser? Nein. Zu viel Licht, ohne Möglichkeit zum Dimmen, kann der Entspannung schaden. Denn wer kann schon so richtig abschalten, wenn das Wohnzimmer wie ein ganzes Fußballstadion ausgeleuchtet ist?

Bevor wir uns den einzelnen Zimmern widmen und dem jeweiligen Bedarf an Lichtern und Leuchten, müssen wir uns erst einmal die Frage beantworten: Was sind eigentlich Lumen?

Lumen (lm) ist die Maßeinheit für den tatsächlichen Lichtstrom. Der Lumenwert gibt an, wie hoch die Lichtmenge ist, die von der Leuchte in den Raum abgestrahlt wird. Wer sich noch allein nach der Wattzahl richtet, wird sich in Zeiten moderner LED- und Halogenleuchten wundern, weshalb er doch im Dunkeln stehlen bleibt. Die Wattzahl hat mit dem Verschwinden der klassischen Glühbirne kaum noch Aussagekraft, da moderne Beleuchtungstechnik deutlich weniger Strom verbraucht.

Überlegen Sie vor dem Kauf von Lampen und Leuchten für welche Zwecke Sie einen Raum nutzen wollen und welche Atmosphäre Sie dort schaffen möchten. Bei einer Renovierung oder im Bau sollten Sie besonders and die Lichtplanung denken. Wo sind Steckdosen und Stromanschlüsse notwendig? Welche Zimmer und Bereiche müssen hell ausgeleuchtet sein? Welche Räume sollten für Entspannung und Gemütlichkeit sorgen? Bedenken Sie auch die Raumfarbe. Ein hell gestrichener oder tapezierter Raum reflektiert Licht. Ein dunkler Raum hingegen schluckt das Licht.

Wohnbereich und Schlafzimmer

In Wohn- und Schlafbereichen mischen Sie am besten unterschiedliche Beleuchtungstypen, damit Sie sowohl Behaglichkeit schaffen, als auch eine ausreichende Lichtausstrahlung zum aktiven Arbeiten. Kombinieren Sie Hauptbeleuchtung mit Hintergrundbeleuchtung und Akzentbeleuchtung. Auch dimmbare Leuchten eignen sich hervorragend für Wohn- und Schlafbereiche. Für die Hauptbeleuchtung eines Wohnzimmer von 20 qm benötigen Sie eine Lichtausstrahlung von mindestens 2800 Lumen. Für ein Schlafzimmer von 14 qm reicht eine Lichtausbeute von 1800 Lumen. Mit Strahlern und Detailleuchten setzen Sie zusätzliche Highlights. Kunstobjekte und Sammlerstücke verdienen Aufmerksamkeit. Zu viele Akzente verderben hingegen den Brei. Seien sie sparsam und gewissenhaft. Wandstrahler und Fluter schaffen angenehmes Hintergrundlicht und sorgen für eine entspannte Atmosphäre.

Badezimmer und Küche

Badezimmer und Küchen gehören mit zu den Räumen, die möglichst gut ausgeleuchtet sein sollten. Besonders Frauen kennen das Dilemma von zu wenig Licht im Badezimmer beim täglichen Make-Up-Ritual. Ein großes Badezimmer von 10 qm braucht daher dementsprechend mehr Licht, als ein gleich großer Raum zum schlafen und entspannen. 2800 Lumen sollten hier für einen stressfreien Start in den Tag vorhanden sein. Genau so verhält es sich im Kochbereich. Machen Sie sich das Arbeiten in der Küche nicht schwerer als nötig. Sorgen Sie für ausreichend Licht!

Arbeitszimmer

Im Arbeitszimmer brauchen wir Lumen-Power für Konzentration und einen wachen Geist. Für ein 12 qm großes Büro gilt daher eine Mindest-Lichtausbeute von 3200 Lumen. Kombinieren Sie hier am besten Deckenbeleuchtung mit Tisch- oder Standleuchten, die Sie nicht nur wach und aufmerksam halten, sondern auch noch wohnliches Design verleihen.

Die Leuchtmittel

Achten Sie bei der Wahl des Leuchtmittels besonders auf Energieeffizienz, Lichtfarbe und Helligkeit. Die üblichen Leuchtmittel sind:

Die Glühlampe:

Der alte Klassiker unter den Leuchtmitteln. Auch wenn die Glühlampe oder Glühbirnen eine gemütliche, warme Lichtfarbe ausstrahlt, gilt sie doch als besonders Energieineffizient, da sie mehr „heizt“ als leuchtet. Aus diesem Grund wurde die Produktion von klassischen Glühbirnen ab 2009 eingestellt.

Die Halogenlampe:

Als Funktionslicht im Arbeitszimmer oder in der Küche eignen sich Halogenlampen besonders gut. Ihr Licht ist klar, weiß und kräftig. Doch ähnlich wie Glühbirnen sind Halogenlampen im Energieverbrauch wenig effizient und werden im Lauf der nächsten Jahre wohl auch aus dem Handel verschwinden.

Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampe):

Die Kompaktleuchtstofflampe, oder auch Energiesparlampe, zeichnet sich besonders durch ihre Energieeffizienz aus. Sie überzeugt mit einer vier- bis fünfmal höheren Lichtausbeute als eine Glühlampe. Allerdings sorgt diese Leuchte für ein kaltes, blau-grünes Licht, welches nicht jedermanns Geschmack trifft. Falls Sie sich für die Energiesparlampe entscheiden, achten Sie beim Kauf daher auf besonders gekennzeichnete „Warmton“-Lampen, deren Lichtfarbe der der klassischen Glühbirne ähnelt. So kann sie auch in gemütlichen Räumen, wie dem Wohnzimmer, eingesetzt werden. Ein weiterer Pluspunkt der Kompaktleuchtstofflampe ist die lange Lebensdauer.

LED-Leuchten:

Klein aber oho! Die kleinen Leuchtmittel sind der neuste Stand der Technik. Durch ihre geringe Größe lassen sie sich beinahe überall einsetzen und ermöglichen eine besonders kreative Lichtsetzung in Ihren Wohnbereichen. Hinsichtlich der Energieeffizienz ist die LED selbst der Energiesparlampe deutlich überlegen. Der vergleichsweise hohe Preis sollte mit der langen Lebensdauer der LED gegengerechnet werden. LED-Systeme erzeugen unterschiedliche Farbtemperaturen und können dem Einsatzgebiet entsprechend gewählt werden.