Küche

So sparen Sie beim Kochen

Jedes Jahr das gleiche Theater: Die Strompreise steigen und steigen und steigen. Glaubt man den Prognosen, könnte die EEG-Umlage im Jahr 2018 auf gut 7,1 bis 7,3 Cent pro Kilowattstunde steigen. Aber was kann man dagegen tun, damit die Elektrogeräte im Haushalt, besonders in der Küche, nicht zum aktiven Geldvernichter werden? Kühlschrank, Geschirrspüler, Herd, Mikrowelle und Co. treiben die Stromrechnung schnell nach oben. Hier finden Sie die Tipps und Tricks, um ein echter Küchen-Sparfuchs zu werden.

Wie warm darf die Küche sein?

Je geringer die Raumtemperatur, desto weniger Leistung muss Ihr Kühlschrank aufbringen, um die Lebensmittel auf eine angemessene Temperatur herunter zu kühlen. Und je weniger Leistung, desto weniger Energieverbrauch. Jedes Grad Celsius mehr bedeutet etwa fünf Prozent mehr Stromverbrauch. Da man in der Küche eh viel in Bewegung ist und auch Herd und Ofen genug Hitze in den Raum abgeben, darf das Thermometer ruhig auf 20 Grad runter gedreht werden.

Elektroherd oder Gasherd – Was ist besser?

Kochen mit Gas ist im Verbrauch dreimal billiger als Strom. Das ist am Jahresende eine menge Geld. Bedenken Sie jedoch die Anschaffungskosten, da ein Gasherd wesentlich teurer ist als ein Elektroherd. Bei richtigem Gebrauch kann auch ein Dampfgarer eine Alternative zum herkömmlichen Herd sein, wenn Sie oft viele Portionen gleichzeitig kochen, wie es bei Familien der Fall ist. Für Singles lohnt sich diese Option eher nicht.

Welche Energieeffizienzklasse ist die Beste?

Wie sparsam Ihre Elektrogeräte wirklich sind, darüber gibt die Energieeffizienzklasse Auskunft. Geräte, die schlechter sind als A, werden jedoch kaum noch hergestellt oder verkauft. In den meisten Fällen haben Sie daher die Auswahl zwischen A bis A+++, wobei A+++ Ihnen am meisten Energie einsparen wird.

Das EU Energielabel – Was bedeutet was?

Auf dem üblichen EU-Energieausweis befinden sich die Energieeffizienzklasse, Hersteller und Modellbezeichnung des Gerätes und je nach Typ individuelle Angaben. Auf dem Label für Kühlschränke sind zum Beispiel neben dem Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden, auch der Nutzinhalt in Liter für Kühl- und Gefrierbereiche und die maximale Geräuschentwicklung in Dezibel angegeben. Für feine Ohren lohnt es sich hier, verschiedene Modelle miteinander zu vergleichen. Besonders dann, wenn Sie eine offene Küche haben und beim entspannen auf dem Sofa nicht ständig den brummenden Kühlschrank hören wollen, weil er sich in einer akuten Kühlphase befindet.

Expertenrechnung für cleveres Energie sparen.

Die Verbraucherzentrale in Bayern rechnet vor, wie sich die Energieeffizienz eines Kühlschrankes auf die Stromkosten auswirkt, wenn man zwei verschiedene Geräte mit einem Nutzvolumen von 300 Litern vergleicht, bei einem theoretischen Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde. Ein A-Gerät verbraucht jährlich etwa 300 Kilowattstunden und verursacht somit Stromkosten in Höhe von fast 75 Euro. Gar nicht mal so wenig, oder? Ein A+++-Modell hingegen bräuchte hingegen nur rund 140 Kilowattstunden und würde so auch nur auf einen Betrag von zirka 35 Euro kommen. Hochgerechnet auf zehn Jahre bedeutet dies eine Ersparnis von immerhin 400 Euro.

Wie groß sollte ein Kühlschrank sein?

Eine einfache Faustformel kann bei der Auswahl des perfekten Kühlschranks helfen: Ein Volumen von „50 Litern pro Person im Haushalt“ ist genügend. Ein Vierpersonenhaushalt besäße somit im Idealfall einen 200-Liter-Kühlschrank mit integriertem Gefrierfach. Ausnahmen gibt es jedoch, falls Sie auf dem Land leben und nur ein mal die Woche zum Einkaufen in die Stadt fahren und daher Rücklagen bilden müssen. Hier muss mit mehr Platz als üblich eingeplant werden. Auch für Menschen, die in Ihrem Garten Obst oder Gemüse anbauen, wird 50 Liter pro Person nicht ausreichen. Hier darf es ruhig etwas mehr sein, um alles zu verstauen.

Spülmaschine – Kaltwasser oder Warmwasser?

Seit einigen Jahren sind die meisten Geschirrspülmaschinen nicht nur für den Kaltwasseranschluss geeignet, sondern auch für den Anschluss am Warmwasser. Der Geschirrspüler muss dann das Wasser nicht erst aufwändig erhitzen, da es bereits warm hinzugeführt wird. Daraus resultiert, dass sich der Energieverbrauch halbiert.   Im Eco-Programm sind es immerhin noch um die 30 Prozent Ersparnis. Dies gilt aber nur, wenn die Maschine an eine ebenfalls effiziente Warmwasserversorgung angeschlossen ist, wie eine hauseigene Solar- oder Biogasanlage.

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